Alley Cropping (Hedgerow Intercropping):
Das Alley Cropping ist eine Form der Agroforstwirtschaft, bei der zumeist Baum- und teilweise auch Gebüschreihen im Wechsel mit landwirtschaftlicher Nutzfläche angelegt werden. Die Baumreihen werden in einem, je nach Standort und eingesetzter Baumart unterschiedlichem, Abstand von 10m bis über 75m gepflanzt. Die Gehölzstreifen können in diesem Anbausystem vielfältige Funktionen übernehmen: sie dienen als Windschutzstreifen, verbessern die Wassernutzungseffektivität, reduzieren die Verdunstung, verbessern das Mikroklima und können durch das stärker ausgerpägte Wurzelwerk auf tiefer liegende Nährstoffe zurück greifen.
Agroforst zur Bodensanierung (Reclamation Agroforestry):
Der Einsatz von Agroforst-Systemen zur Wiederherstellung belasteter Böden ist eine weit verbreitete Technik. Dabei wird zwischen einer Wiederherstellung der Bodenfunktionen nach einer Degradierung (Versalzung, Belastung mit Schwermetallen, hohe Bodenerosion) und der Bodenvitalisierung (zB auf Bergbaufolgelandschaften) unterschieden. Durch die Verwendung von speziell auf die jeweils vorliegende Belastung angepasste Arten können eine große Anzahl von Störung behoben werden.
Hausgärten (Homegardens):
Vor allem in den tropischen Regionen gibt es eine lange Tradition in der Bewirtschaftung von s.g. Hausgärten. Diese werden für gewöhnlich in direkter Nähe zu den Wohnhäusern der Familien angelegt und zur Selbstversorgung betrieben.Homegardens zeichnen sich durch eine große Spannweite der angepflanzten Arten aus. Häufig werden Hausgärten in Etagen angelegt, d.h., unter einem schützenden Baumbestand stehen schattenvertäglichen Sträucher oder kleine Bäume. Unter diesen werden wiederum Bodenbedecker gepflanzt.
Wanderfeldbau (Shifting Cultivations):
Der Wanderfeldbau ist eine in fast ausschließlich in den Tropen verbreitet Form der Agroforstwirtschaft, bei der, zumeist durch Brandrodung, eine Freifläche zur Bewirtschaftung geschaffen wird. Die Rodungsinseln ermöglichen eine landwirtschaftliche Nutzung für 2-3 Jahre. Anschließend hat die Bodenfruchtbarkeit so weit abgenommen, dass die Flächen für 20-30 Jahre zur Regeneration brach gelassen werden.
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